Mittwoch, 22. September 2010

Mein Geburtstag

Manchmal hofft man ja auf so kleine Wunder und wenn nicht wann, an welchem Tag denn? Gestern hatte ich Geburtstag und als ich vom Frühstück bei meiner Schwiegermutter heimgekommen bin, höre ich ein klägliches Miauen. Ich habe gedacht, dass es aus dem Wagen mit den Katzenbabys kommt, doch dem war nicht so. Es war eindeutig Mimis Miauen. Es kam aus dem angrenzenden Wald und mein Herz hüpfte, weil ich dachte: Super, die Mimi ist wieder da!

Wir haben uns, unter Einsatz unserer Haut, dann durch die Brombeersträucher, Brennesseln und Co geschnitten (Zum Glück haben wir zwei Heckenscheren) und das Miauen wurde immer fordernder. Mimi hatte uns also auch erkannt. (Zumindest unsere Stimmen) Wir haben gerufen und gerufen, das Miauen kam immer näher und endete nicht, wie man (also ich) gehofft hatte irgendwo im Unterholz, nein... so einfach machen es die kleinen Wunder einem nicht. Mimi saß auf einem Baum, in ca 5 Metern Höhe und traute sich weder vor noch zurück. Also haben wir eine Leiter geholt. Da der Baum in einer Senke steht, mussten wir eine lange Leiter haben. Gesagt, getan, Leiter an den Baum und auf sie. Ich darf nicht klettern, habe ein striktes Kletterverbot von meinem Mann, denn der weiß genau, dass ich mich dann so doll freu und von der Leiter plumps und mir irgendwas breche (nein ich bin nicht tollpatschig, ich tu mir nur häufiger weh, als andere ;) ) Naja Mimi sitzt auf dem Baum, will oder kann nicht runter und als sie dann noch meinen Mann näher kommen sieht, der die Strecke nicht schaffte, denn sein Kreislauf wollte nicht so, wie er, hopste sie fröhlich, als sei das Leben ein Spiel, den Baum noch einen Meter höher. Also musste eine längere Leiter her und jemand, der in der Höhe schwindelfrei bleibt. Der Platzwart kam zur Hilfe, den Mimi aber nicht kennt und da sie eine kleine Angsthasenkatze ist, hopste sie auf den nächsten Baum, der noch höher ist und nun hockt sie seit gestern in 12 Metern Höhe und jammert ganz klagend. Was soll man machen? Heute Nachmittag, wenn wir von meinem Arztbesuch zurückfahren, wird der Baum gefällt und ich hoffe, dass die Mimi es übersteht und ich ihr dann den Hintern versohlen kann. (Mach ich eh nicht, weil ich einfach so froh bin, dass sie wieder da ist)

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