Montag, 17. Mai 2010

An manchen Tagen

...kommt man arg ins Grübeln. Ist das, was ich getan habe, genau richtig? Gehe ich meinen Weg, weil ich es will, oder weil ich meine, dass ich es so will? Es geschah da so eine Sache, die ich immer noch nicht aus dem Kopf bekommen will. Sie schwirrt mir nun seit Tagen da oben rum und ich grübel.

War ich gestern noch davon überzeugt, dass ich wirklich nett bin, muss ich meine Meinung über mich heute ändern. Ich bin nicht nett, ich bin eine schreckliche Person und im Grunde kann ich damit leben. Mein Mann - ich war nicht wirklich begeistert - hat im Dezember meinem Patenkind mein Fahrrad geschenkt, unter der Bedingung, dass er es von seiner Mutter abholen lässt. Nun sind 6 Monate ins Land gezogen und ich habe die Schenkung rückgängig gemacht, weil ich es nicht mehr einsehe, ständig darauf zu warten, dass Madame sich bequemt und es holt. Klar es stört nicht im Keller und im Grunde ist es egal, ob es hier steht oder nciht. Doch es geht mir ums Prinzip. Wenn ich jemandem etwas schenke, dazu sage, er soll es holen - müssen doch keine 6 Monate ins Land streichen? Dann hole ich die Sachen doch ab und gut ist. Jetzt bin ich aber so gemein gewesen und habe ihr mitgeteilt, dass ja scheinbar kein Interesse an dem Radl besteht und ich es nun behalten werde. Patzig bekomme ich dann gesagt, dass es okay sei und auch kein Problem und ich weiss ganz genau wie das Gesicht dr Person ausgesehen hat. Es hatte so einen Hauch von zitrönlicher Sauerkeit. Keine Stunde später klingelt mein Telefon und ihre Mutter ist dran, nach ein wenig smalltalk kam sie zu des Pudels Kern. Sie fragte mich, warum ich denn das mit dem Fahrrad rückgängig gemacht hatte, worauf ich ihr nur sagte, wer 6 monatelang ein Geschenk nicht abholt, der braicht auch keins. Sie kann dem Kind nun mal erklären, warum das Fahrrad nun hier bleibt und ich gehe jede Wette ein, ich schneide dabei sehr schlecht ab.

Aber das ist mir im Grunde furzegal. Ich bin nicht darauf angewiesen, dass ich von ihr eine gute Nuss in die Waagschale am Ende meines Weges bekomme. Ich weiss, dass ich es im Grunde richtig gemacht habe und dennoch überlege ich. Früher wäre ich so nicht gewesen und hätte mich mit Fahrrad und nem kleinen Geschenk in den Zug gesetzt und hätte es vorbeigebracht.

An manchen Tagen find ich es voll gut, dass es das böse ICH in mir gibt und jenes mir zeigt, dass ich nicht auf andere, die meine Freundschaft und meine Geschenke nicht verdienen, Rücksicht nehmen muss. Wenn jemand nur ausnutzen will und raffgierig Sachen sammelt, weil sie sonst wer anderes bekommen könnte, dazu dann noch immer nur rumjammert, wie schlecht einem das Leben zusetzt, es aber nicht ändert und dem auch keine Abhilfe schaffen will. Der - ja der hat es nicht anders verdient, als meinen Stiefel am Hintern zu spüren

Schönen Montag - ach ja, bin krankgeschrieben ;) Dämlicher Zahn....allerdings eine super Kieferchirurgin.

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