Als hätte ich noch darüber nachgedacht. Zack! Schon passiert es. Meine arme kleine zuckersüße Flea ist rollig. Nicht, dass sie uns wachhält, weil sie so laut schreit, sie brubbelt eigentlich die ganze Zeit nur und miaut, weil sie so ein dünnes Stimmchen hat, nur leise. Aber mitten in der Nacht, sind alle Geräusche lauter und alle Katzen grau. Mir tut sie ein wenig leid, da sie die ganze Zeit versucht unseren kastrierten Max zu verführen. Selbst die Mimi wurde schon angebaggert, die zeigt aber nur wenig Interesse, weil sie ja schon mit 4 Monaten, also vor der Rolligkeit, kastriert war und nicht auf Weibchen steht (nur auf mich). Max ist sichtlich auch überfordert, der läuft nur noch vor der kleinen rollenden Mieze weg.
Mein kleines Mäuschen wird erwachsen. Jetzt werde ich sie wohl direkt im Januar zum Kastrieren bringen, wenn sie dann nicht schon wieder rollt. Tante Wiki sagte nämlich, wenn eine Katze rollig ist und ungedeckt bleibt (was hier ja definitiv passiert) wird sie im Mittel nach 9 Tagen wieder rollig. Das ist für die Mieze total verwirrend, weil sie sich ja im Grunde der Natur entsprechend verhält, es aber keinen Kater hier gibt, der sie erhört und ihr Locken annimmt. Jetzt wird der Max und die Mimi umgarnt, die dafür wenig Sinn haben und Flea bleibt als verwirrtes, gurrendes Fellknäuel zurück. Nichts ahnend, dass ihr Wunsch nicht erfüllt wird. Klar wäre sie eine süße Katzenmama, keine Frage, aber in Anbetracht der Lage in den Tierheimen und wilden Katzen, haben wir direkt gesagt, dass wir sie kastrieren lassen, sobald die Zeit da ist.
Es ist nämlich in meinen Augen, angesichts der Schwemme an kleinen Fellwuseln, die wir jedes Jahr auf dem Campingplatz sehen, nicht zu verantworten, da noch mehr Katzenbabys in die Welt zu setzen, wenn wir wüssten, dass nur ein Welpe dabei rumkäme, könnte man sagen, den behalten wir. Diese Gewißheit haben wir hier aber nicht. Also brauchen wir da nicht zu diskutieren. Es gibt so viele süße Katzen, die dringend ein zu Hause brauchen, da müsen nicht noch mehr kleine Kitten hinzukommen. Ich finde so Miezen immer süß und mir bricht es das Herz, wenn ich an den Frühling denke, wo wieder 20 bis 30 kleine Miezen über den Camping turnen, weil sich keiner dafür verantwortlich fühlt. Da sind so niedliche Baby bei und es gibt auch da vermeintliche Tierschützer, die ich einfach nur treten mag.
Klar ist es nett, wenn man einer kleinen Katze ein zu Hause sucht. Zumal man auch eine Wildgeborene gut an ein Leben im Haus gewöhnen kann. Doch wenn man die kleinen Mäuse dem Muttertier mit 6 Wochen wegnimmt und dann vermittelt, dafür Geld nimmt, dann bekomme ich das Grausen. Eine Frau dort auf dem Platz schnappt sich alle Katzenbabys, egal wie alt und vermittelt sie. Sobald sie ein Baby entdeckt, ist es auch schon weg. Das Schlimmste daran ist für mich, dass sie da aus wilden, freien Katzenbabys Profit schlägt und sie selbst der Überzeugung ist, dass sie alles richtig macht. Leider ist das aber nicht so, da eine Katzem die ihre Jungen verliert, schnell wieder rollig wird und dann neue kleine süße Kitten zur Welt bringt, die sich diese Frau "Tierschützerin" krallt. Ein Teufelskreis, dem man in Belgien nicht Herr wird. Natürlich gibt es auch andere. So wie die liebe Katzenfrau. Sie sammelt keine Katzen, sie versucht zu helfen. Von ihrer Rente zahlt sie die Kastration der Katzen, umsorgt sie, verpflegt sie und dann können Leute vorbeikommen, die Miezen anschauen und entscheiden, ob sie einem solch lieben Wesen ein zu Hause geben. Ohne dass diese Frau daran auch nur einen Cent verdient. Sie sagt, sie macht es für die Katzen, die sonst nur wieder Junge bekommen und das Problem damit immer größer wird.
In Belgien soll es ja eine Zwangskastration geben. Es sollen alle wilden Katzen gefangen werden und kastriert werden. In einem Staat, der hochverschuldet ist, kann ich mir das nicht vorstellen. In Deutschland sind die Katzen, einfach herrenlos und somit muss sich der Staat nicht kümmern. In Belgien, versucht der Staat etwas, um die Bevölkerung zu beruhigen, doch ich vermute einfach, dass die Katzen eingefangen und getötet werden, weil niemand eine streunende Katze wirklicht vermisst. Das ist der Nachteil am herrenlosen Leben. Niemand ist verantwortlich und keiner weint eine Träne, wenn das Tier weg ist. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Belgien diese Kosten wirklich zahlen kann, die eine solche Aktion mit sich bringt. In Deutschland kümmern sich nicht umsonst die Tierschutzorganisationen darum, dass eine Geburtenregelng bei den Strassenkatzen vorgenommen wird. Die Mittel dazu sind gering und trotzdem schaffen sie viel. Der Staat....naja, er schlägt vor und ändert nichts, weil die Katzen nunmal niemandem gehören. Folglich ist auch der Staat nicht verantwortlich. Man muss sich nur einmal die Bilder anschauen, die man von so kleinen Miezen findet. Die flohverseucht, vermilbt und verschnupft gefunden werden. Da bricht einem das Herz entzwei und ich bin keine, die da einfach wegschauen kann. Am liebsten würde ich sie dann mitnehmen, aufpeppeln und liebhaben, was bei einer Millionen wilder Katzen arg schwer wird, wenn man bedenkt, dass ich nur in einer Stadtwohnung wohne.
Leider bedenken das die wenigsten Leute, wenn sie zu Weihnachten ein Tierbaby verschenken. Denn auch Tierbabys werden erwachsen und da ist es in der Verantwortung eines Halters, dafür zu sorgen, dass sie sich nicht wild vermehren.
Nun bin ich von Hölzchen auf Stöckchen gekommen und wollte eigentlich nur sagen, dass mich mein Gefühl mit Fleas Rolligkeit nicht getäuscht hat. Jetzt geh ich die kleine Zuckerschnute mal suchen, denn ich hör sie hier nur brabbeln. Die beiden anderen laufen hier rum wie Falschgeld und ich versuch nun mal ein wenig Ordnung in dieses Chaos zu bringen.
Bis später, einen schönen Tag
die (jetzt wieder müde) Ich
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen