Ja. Es ist soweit, der letzte Monat des Jahres ist angebrochen und ich habe mich, trotz meiner oft kreativen Gedanken, schreibtechnisch arg zurückgenommen. Das lag an vielen Dingen. Zum Einen: Mein Urlaub ist für dieses Jahr aufgebraucht und das Arbeitsleben hat mich wieder fest im Griff. Daraus folgt, dass ich einfach für viele Sachen zu müde bin und der Knirps in meinem Bauch seine Ruhe fordert und mich deshalb mal eben ausschaltet. Frei nach dem Motto: Mama! Genug jetzt. Aus! Sitz! Mach Platz! Das sind dann die Abende an denen ich eigentlich was schreiben wollte und dann vor dem Fernseher eingeschlafen bin.
Aber es gab so viel, was ich erzählen wollte und so hole ich das im letzten Monat des Jahres nach.
Als erstes war ich beim Ultraschall, bei dem wir gehofft haben, Knirps zeigt sich in voller Gänze, damit ich meinem Mann die lange Nase drehen kann, mit den Worten: Ich habs dir gesagt, es wird ein Mädchen! Aber unser Baby ist schüchtern und wollte nichts preigeben. (Das folgt dann wahrscheinlich am Dienstag, da haben wir den Feindiagnostik-Ultraschall, wo man es dann eventuell sehen kann)
Dann bin ich geschockt worden. Wir mussten Muttern kaufen. Für unser Auto. Gesagt, getan und nach einem kurzen Streit, wer wann wohin fährt, wurden wir uns einig und haben besagte Muttern gekauft. Nachdem das erledigt war und der Einkauf der dann auch eben auf dem Weg getätigt wurde, im Kofferraum verschwunden war, haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Als uns ein Auto auffiel, welches am Rand geparkt stand und fröhlich vor sich hinqualmte. Bei solch einer Situation meinte ich immer, zögert man nicht lang (was mein Mann und ich auch nicht taten) Wir haben angehalten. Während ich die Feuerwehr anrief, lief mein Mann schon zu den Leuten und fragte, ob er helfen könne. Den Feuerlöscher hatten wir, nach dem zweiten Küchenbrand, in der Küche stehen. Machte also wenig Sinn, schnell heim zu fahren und dann mit Feuerlöscher wieder anzutraben. Also haben wir uns für die Variante Zuhören, trösten und irgendwie helfen entschieden. Die Leute wollte nur auf den Weihnachtsmarkt kamen aus einer anderen Stadt und hatten eine Gasanlage im Wagen. Nachdem der Abschleppdienst auch nichts machen konnte, blieb der Polizei ersteinmal nur die Sperrung der Strasse übrig, damit die anrückende Feuerwehr freie Bahn hatte. Das Auto wurde gelöscht und war nur noch ein Häuflein Elend, ein Schatten seinerselbst und die Besitzer waren der Verzweiflung nahe. Wir konnten nun auch nicht viel tun, aber wir haben ihnen angeboten, sie zumindest ins Hotel zu fahren, welches ja schon gebucht war. Das Angebot haben sie auch angenommen. Wir haben dann also die beiden Frauen gefahren, während die Männer das Auto auslösten und die Rechnung beglichen, welche das Abschleppunternehmen ausstellte. Was mich an der ganzen Sache nun wirklich geschockt hat und ich in einer solchen Situation hoffe, dass ich mich selbst dort treffe, war folgendes: Keiner, ausser uns hat angehalten. Es brannte, es qualmte und es hätte wer weiß was passiert sein können. Es hat kein weiteres Auto gestoppt und keiner hat neben uns seine Hilfe angeboten. Ich selbst hatte es im Grunde auch eilig, weil ich eigentlich vor der Arbeit noch etwas essen wollte, doch das blieb eben auf der Strecke. Ich kann guten Gewissens sagen ICH habe geholfen und mein Karma wieder ein wenig verbessert. In meine Schale am Ende des Weges werden zumindest diese Nüsschen zu finden sein.
Und etwas erst trauriges, dann aber (wahrscheinlich) doch positives ist auch noch passiert.
Die Mimi, meine Mieze, mein Goldmädchen und Seelenpuzzleteil. Die sollte weg. Sie hat so eine Macke, was ich nicht wirklich schlimm finde, also, dass sie mich dazu zwingt jeden Tag ihr Klöchen sauber zu machen. Sie hasst eine Toilette benutzen zu müssen, die drei Tage steht, oder die in ihren Augen und nach ihrem Empfinden zu voll ist. Jetzt hatten wir vergessen Katzenstreu zu kaufen und Madame empfand ihre Toilette als zu unsauber und hat auf eine Jutetasche gepinkelt, was ihr eine Stunde auf dem Balkon im Regen eingebracht hat. Ich habe das ganze nicht mitbekommen, denn ich schlafe im Moment den Schlaf der Gerechten und habe so in einem Dämmerzustand die Balkontüre gehört. Mir aber nichts dabei gedacht. Dann poltert mein Mann wieder ins Bett, was mich dann doch weckte und ich fragte, was passiert sei. Er war mürrisch, also war es etwas mit Mimi. "Das Aas hat auf eine Tasche gemacht und dafür hat sie nun Urlaub auf Balkonien!" okay denkt sich die Frau von heute, wieso denn dann Balkon? Dort könnte es doch passieren, dass sie wegläuft und das wäre sehr sehr suboptimal.Naja. Sie hat dann eben etwas auf dem Balkon gesessen (Regengeschützt unter einem Tisch) und wurde dann von Mama gerettet. Sie hat ja nachdem sie so lange weg war ein kleines Trauma bezüglich eines Aufenthaltes ausserhalb von den sicheren vier Wänden. Ich finde nebenbei, dass mein Mann vollkommen überreagiert hat, denn es war unsere eigene Schuld, denn ihre Macke ist bekannt und unsere Schludrigkeit hat sie dazu getrieben. Es entschuldigt aber auch nicht Mimis Verhalten. Ich muss bedenken, dass ein Baby unterwegs ist und ich nicht will, dass Mimi dem Baby vielleicht sogar ins Bett pinkelt. Das gilt es zu vermeiden und bisher darf Mimi bleiben. Es darf halt nichts mehr passieren, was in diese Richtung geht und ich weiß, dass wir dem Abhilfe bieten können, da einfach das Katzenklo immer sauber sein muss.
So das war mein restlicher November, Es ist einiges passiert und deshalb wurde das ganze hier nun ein wenig länger.
Schönen 1. Dezember euch allen
verschneite Grüße
die Ich
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